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Huawei P10 im Test

Mit seinem kompakten und auffällig gerundeten Aluminiumkorpus liegt Huaweis neues Flaggschiff P10 besser in der Hand als jedes andere uns bekannte Smartphone. Was unter der schönen Schale steckt, enthüllt der Test.

Huawei erlebte in den letzten Jahren einen beispiellosen Aufstieg. Die Chinesen haben es innerhalb kürzester Zeit geschafft, sich vom Billigsegment in den Premiumbereich hochzuarbeiten und sind jetzt der drittgrößte Smartphone-Hersteller der Welt hinter Apple und Samsung. Der Chef der Smartphone-Sparte, Richard Yu, hat 2016 ein ambitioniertes Ziel ausgegeben: Innerhalb der nächsten fünf Jahre will man die Weltspitze erobern. Wenn das klappen soll, muss es künftig genauso steil bergauf gehen wie im letzten Jahr.

Ein zentraler Baustein dafür sind die Modelle der P-Serie, die das Aushängeschild der Huawei-Produktpalette bilden. In diesem Jahr sind die Chinesen besonders früh dran und haben das P10 schon Ende Februar 2016 auf dem Mobile World Congress in Barcelona enthüllt. Es kommt in Deutschland Mitte März in zwei Displaygrößen in den Handel: als P10 mit 5,1 Zoll und als P10 Plus mit 5,5 Zoll. Das Plus-Modell hat nicht nur das größere Display, auch die technische Ausstattung wurde leicht aufgemotzt: 2K-Display statt Full-HD, größere Blendenöffnung (F1.8 statt F2.2) und mehr Speicher (6 GB/128 GB statt 4 GB/64 GB) sind die wichtigsten Unterschiede. 

Nichtsdestotrotz ist das P10 das massentauglichere Modell; zum einen weil es mit seinem 5,1-Zoll-Display handlicher ist, zum anderen weil es sich mit einem geschätzten Preispunkt um die 600 Euro (offizielle Preise standen bis Redaktionsschluss noch nicht fest) noch in einem Rahmen bewegen dürfte, der von qualitätsbewussten Menschen akzeptiert wird. Das Plus-Modell dürfte irgendwo jenseits der 700-Euro-Marke angesiedelt sein.

Top-Verarbeitung

Die Designer haben das Kunststück fertiggebracht, im Vergleich mit dem bereits sehr gelungenen Vorgänger HuaweiP9​ noch einmal eine ordentliche Schippe draufzulegen. Der Korpus ist besonders auf der Rückseite deutlich runder geworden, wodurch das kompakte Smartphone extrem gut in der Hand liegt. Dabei haben sich die Maße kaum geändert: Das P10 ist zwei Millimeter schmaler geworden, aber genauso hoch wie der Vorgänger und mit sieben Millimetern Bauhöhe wieder außerordentlich schlank. Weil die Kunststoffeinlagen für die Antenne kaum sichtbar ins Aluminium eingearbeitet sind und der Fingerabdrucksensor von der Rück- auf die Vorderseite unter das Display gewandert ist, wirkt das Gehäuse geschlossener, glatter und damit auch eleganter. 

Das P10 ist ein Blickfang, der sich genauso gut anfühlt wie er aussieht. Es wird in Deutschland zunächst in Silber, Schwarz und Gold verkauft, unser Favorit ist aber die blaue Variante, die mit ein paar Wochen Verzögerung folgen soll. Hier hat Huawei auch die Struktur der Rückseite verändert: Das Aluminium wurde nicht sandbestrahlt, stattdessen sind winzige Prismen in die Oberfläche gefräst, die ihr einen leicht rauen Touch geben. Die Rückseite ist nicht nur besonders griffig, das schimmernde Muster der Lichtreflexionen gibt dem Smartphone außerdem das gewisse Etwas. Beim Design macht Huawei niemand etwas vor, im Gegenteil: Die Chinesen sind gerade dabei, die Standards für andere zu setzen.​




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